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Ortsführung

... durch unser schönes Thiessow mit seinem Ortsteil  Klein Zicker

Der Name Thiessow stammt aus dem Slawischen. Er wird abgeleitet von „thiesowa“ und heißt so viel wie „Eibenort“.
Ein sicheres Zeichen, dass es hier früher sehr viele Eiben gab, denn die Slawen nannten die Orte immer nach markanten Gegebenheiten aus der Natur.

Wir starten unseren Rundgang durch Thiessow an der Kurverwaltung des Ortes, in der Hauptstraße 36.
Hier befindet sich eine kleine Lotsenausstellung, die Einblicke in die Geschichte des Ortes und die Lotsenstation gibt.

Wir verlassen die Kurverwaltung und gehen die Hauptstraße entlang in nördlicher Richtung, um dann nach wenigen Minuten in die Strandstraße abzubiegen.
An deren Ende kommen wir direkt an den Oststrand, unseren herrlichen feinsandigen  Badestrand und die Strandpromenade, auf der wir uns nun rechts halten. Wandern wir weiter auf dem Rundwanderweg, dann müssen wir durch die Waldschlucht auf den 36 m „hohen“ Lotsenberg klettern.

Und schon können wir den Lotsenturm und die alte Lotsenwache sehen.
Die Lotsen, deren Lebensweise, ihre Häuser und nicht zuletzt ihr Bildungsgrad und das soziale Engagement haben Thiessow bereits früh geprägt.
(Wer es ausführlicher mag, kauft sich eine Lotsenbroschüre in der Kurverwaltung).

1909 wurde der Lotsenturm in Betrieb genommen und blieb es bis ca. 1977. Nach dieser Zeit verfiel er. 2000/2001 erfolgte die Planung für den Neuaufbau nach historischem Vorbild. Nach seiner Fertigstellung konnte er im April 2003 der Öffentlichkeit als Aussichtsturm übergeben werden. Durch seine Höhe bietet er eine einmalige Sicht auf das Meer und die Inseln Ruden und Oie.

Eine Ausstellung über das Lotsenwesen, von den Anfängen bis zur Neuzeit, finden sie im Erdgeschoss des Lotsenturmes
und in der alten Lotsenwache.

Nachdem wir uns an der wunderschönen Umgebung satt gesehen haben, wandern wir weiter entlang des sehr gepflegten Friedhofs zum Aussichtspunkt „Kleiner Königsstuhl“.
Schauen Sie nun einmal das Steilufer abwärts, hier erblicken Sie mehrere Steinpackungen. Zusammen mit den Deichen ergeben diese einen guten Hochwasserschutz für die Ortslage Thiessow.

Wir gehen dann den Lotsenberg hinab über die „Südpromenade“ bis zum Kurpark. Hier wurde vor wenigen Jahren eine kleine ruhige Erholungszone mit gemütlichen Sitzecken und einem  Kinderspielplatz angelegt. Leider wurde ein Großteil durch den Bau des Süddeiches wieder zerstört, aber Sicherheit geht gerade in unserer Küstenlage vor.
Rechterhand sehen wir eine kleine evangelische Kapelle, die mit viel Liebe zum Detail instand gehalten wird.
Unser Weg führt uns über den Deich weiter in Richtung Klein-Zicker. Nach wenigen hundert Metern befinden wir uns an der „Surfoase“. Hier war schon zu DDR-Zeiten einer der beliebtesten Surfstrände. Nicht umsonst nannte man Thiessow „Thiewaii“, das „Hawaii der Ostsee“. Bis heute ist es eines der attraktivsten Surfreviere im östlichen Teil der
Ostsee geblieben.

Etwa 1 km weiter befinden wir uns in Klein-Zicker, dem schmucken Ortsteil von Thiessow.
Geniessen Sie hier auf dem 38m hohen Klein Zickerschen Berg die wunderbare Rundumsicht.
In der Ferne sehen wir die Kirchtürme der Hansestadt Greifswald und das vorpommersche Festland sowie
die Insel Vilm. Eine Infotafel  der Stadt „Gustavia“, die 1806 im Zicker See und an seinen Ufern gebaut werden sollte, zeigt ihnen, was in früheren Zeiten hier einmal  von der Schweden geplant war. 5

Der Name Klein Zicker stammt aus dem Slawischen. 1360 wurde der Name erstmals urkundlich erwähnt. Er wird abgeleitet von „zikora“, was so viel wie „Meisenort“ heißt. Aber schon vor dieser Zeit gab es eine Fischereistelle unter diesem Namen.

Auf unserem Rückweg schlendern wir auf dem Radweg und dem Norddeich oder einfach auf dem Wiesenweg nach Thiessow zum 2001/2002 neu gebauten Fischereihafen.
Die Fischerei ist seit vielen Jahrhunderten besonders wichtig für den Ort. Sie war für viele Einwohner die einzige Erwerbsquelle neben einer sehr kleinen Bauernwirtschaft. Wenn Sie Frühaufsteher sind, gibt es hier zu fast jeder Jahreszeit frischen Fisch
direkt vom Fischer.

Unser nächstes Ziel ist der nur ca. 200 m entfernte, sehr gepflegte Campingplatz. 320 Stellplätze für Caravan und Zelte warten ebenso wie moderne sanitäre Anlagen, Spielplätze, ein „Tante Emma Laden“, eine Gaststätte, ein Veranstaltungszelt und die Rezeption warten auf Sie. Überall werden Sie freundlich empfangen.

Unsere Wanderung geht nun dem Ende zu. Wir spazieren entlang der Hauptstraße, bewundern die beiden Biotope im Wiesengürtel, in denen man -je nach Jahreszeit- die Frösche beobachten kann, zurück zur Kurverwaltung,
wo wir unseren Rundgang durch das historisch geprägte und landschaftlich wunderschön gelegene Thiessow und Klein-Zicker begonnen haben.

Wir hoffen, unser kleiner gedanklicher Spaziergang hat Sie neugierig gemacht.
Bei einem Besuch in Thiessow werden Sie sich selbst von den Schönheiten des Ortes überzeugen können.